Schleuderspuren: Kapitel 2

2. Kapitel2.1 Begegnung mit der Blumen-InselAm Tag nach unserem Horrortrip sitzen wir auf der Veranda unseres Hotels und versuchen die wunderschöne Aussicht über die Landschaft zu genießen. Doch die Ereignisse des gestrigen Tages lassen uns noch nicht zur Ruhe kommen.Solche Eindrücke und die Gewissheit, gerade noch einmal mit dem Leben davon gekommen zu sein wirken tief in das Unterbewusstsein und verlangen nach Nachverarbeitung. Doch dafür war unser Ferienaufenthalt eigentlich absolut nicht vorgesehen.Biene hat sich ein leichtes, wunderschönes Frühlingskleid zugelegt, passend zu der lieblichen Natur welche hier in aller Farbenpracht ihre unnachahmliche Schönheit entfaltet und in welcher man sich aller Lasten und Bedrängnissen enthoben fühlen muss. Es ist, als ob diese Fülle aus Vollkommenheit einem in die Arme schließen würde und sich anbietet, in das Innerste aller Naturverbundenheit einzufließen um die ganze Welt und das Universum in sich aufgehen zu lassen!!!„Wo sind deine Gedanken?“Spricht sie mich an und ich bin fast erschrocken, mich hier wieder zu finden.„Ich war eben einen Moment dieser Welt enthoben mit den wunderschönsten Bildern welche uns diese Natur hier bietet.“„Es kommt mir wie eine Entschädigung dafür vor, was uns gestern zugestoßen ist“,- gebe ich zur Antwort. Und: „Wäre wohl das Jenseits auch so vollkommen zu erfahren gewesen, wie diese gerade erlebten Bilder vor meinem inneren Auge wenn das Unglück den Tod gebracht hätte???“„Bitte hör auf damit, du musst abschalten,- wir sind hier und ich will mit dir schöne Tage hier verbringen mit viel Freude an der Schönheit und der Kraft welche uns hier entgegenströmt!“Sonderbar, denke ich. Hatte doch ich gestern ihr Mut zugesprochen, als sie sich verletzlich fühlte.Und nun ist es gerade das Gegenteil:Sie ist voller Zuversicht und strahlt eine Stärke aus, welche ich ihr nie zugetraut hätte.- Oder hatte ich bisher diese Frau einfach nicht gekannt.Schön,- eine solche Freundin zu haben. Uneigennützig und im richtigen Moment hier zu sein,- das ist wie die Vervollkommnung meiner vorangegangenen inneren Bilder von der Einheit des Universums.So müsste wohl tatsächlich der ‚Garten Eden‘ aussehen!Aber bitte entschuldigen Sie, liebe Leserin/lieber Leser, - da bin ich nun wirklich einen Moment ‚ausgetreten‘.Doch manchmal kann man der Welt nur entrinnen, wenn solche Gedanken einem entführen.Ist es dann nicht so, als ob solche Momente, wie man so sagt: ‚Balsam für die Seele‘ seien?„Bist schon wieder weg?“, sagt Biene, während sie sich an den Tisch setzt.„Ich hatte letzte Nacht auch so eine Erfahrung; Ich hing in einem Korb an einem Ballon, welcher langsam hoch über den Boden hinweg glitt. Das Seil war im Begriff sich Faser für Faser aufzuwinden, doch die einzelnen Zwirne rissen nicht sondern wurden immer länger und länger, bis sich der Korb dem Boden näherte und es mir möglich wurde den festen Boden zu betreten!“„Dieser aber war öde und ausgetrocknet,- wie eine Wüste! Doch am Horizont winkten farbenprächtige Oasen zu denen ein schwach getretener Pfad hinwies!“„Ist es nicht sonderbar: Wenn wir in unserem gewohnten Umfeld sind, haben wir nicht einmal im Traum Zeit für solche Gedanken und wenn uns dann einmal eine so schicksalshafte Passage des Lebens ereilt sind sogar die Träume,- oder wie bei dir die Tagträume, eine Art Ventil welches uns zum Öffnen unseres Geistes führt, um uns die Gelegenheit zu geben, einen weiteren Horizont zu erfassen!“„Ich glaube zu verstehen, erwidere ich, dass beide Erfahrungen, deine Biene, wie die meinige, uns zeigen sollten, dass wir hier die Gelegenheit nutzen sollten in dieser Umgebung unsere Empfindungen zu weiten um die volle Intensität dieser Natur auf uns einwirken zu lassen.“„So eine Art mit den Ohren sehen und mit den Augen hinhören um die feineren ‚Töne‘ mitzubekommen, welche uns die Natur versucht zum Verstehen zu geben?“„Genau Dan, aber nun genug philosophiert,- Was haben wir für heute geplant?“2.2 Endlich FerienAngesagt ist die erste Wanderung. Wir haben uns vorgenommen, zum Einstieg eine Wanderung durch ein Gebiet zu machen, bei welcher uns die unterschiedlichen topografischen Gegebenheiten der Landschaft erkennbar werden und wir somit die weiteren Tage detaillierter unter die Füße nehmen können. Vorausgesetzt, das Wetter unterstützt unsere diesbezüglichen Pläne.Unterstützung für die Tagesetappen werden wir uns vor Ort durch Wanderführer oder das Hotelpersonal holen.Wir haben geplant, während der ersten Woche das Meer am Strand zu genießen und in der 2. Woche die Insel und deren Schönheiten zu erwandern.Um einen Überblick zu erhalten führt uns ein Guide, welcher vom Hotel jeweils gestellt wird, per Fahrzeug die Insel vor Augen und schildert die Möglichkeiten und besonders empfehlenswerten Touren welche einen guten Einblick über die Insel ergeben können.Anschließend, bei einem Abendessen (gesponsert durch den Tourismusverein) zeigt er uns mittels Karten und Tagesplänen einige Wahlmöglichkeiten und empfiehlt Fahzeugwahl und Fahrbesonderheiten für solche Unternehmungen.Wir werden auf spezielle Gefahren bei solchen Unternehmungen hingewiesen, aber auch auf kulinarische Köstlichkeiten, schöne Gaststätten und Aussichtspunkte. Für Unterstützung und weitere Hilfe empfiehlt er, ganz ‚uneigennützig‘ aber unaufdringlich, seine Dienste!Pedro de Madeira; die Karte finden wir sorgsam diskret beigefügt in der Faltung der Wanderkarte welche er uns bei der Verabschiedung abgegeben hatte.Irgendwie hat dieser Mann nicht die gewohnten Allüren, wie sie entsprechende Guides sonst an sich haben. Er ist absolut seriös und macht keine Anstalten sich anzubiedern, oder uns zu umgarnen, damit er seine Geschäfte, oder anders gesagt seine Börse aufbessern kann. Auch auf Amüsements sind die meisten doch aus.2.3 Der erste AbendUm uns etwas einzustimmen haben wir beschlossen, in einem guten Restaurant etwas von den einheimischen Angeboten zu probieren und dazu ein feines Glas Wein aus der Gegend zu genießen.Alle Schrecken des vergangenen Tages lassen sukzessive von uns ab und wir nehmen uns Zeit, unser Outfit locker, jedoch seriös zu gestalten. Die Insel soll ja auch von uns einen ersten guten Eindruck erhalten.An der Rezeption haben wir den Tipp erhalten gegen Abend den Naturschwimmbecken ‚Pocas do Gomes‘ an der Rua Ponta Cruz, Estrada Monumental, einen Besuch abzustatten und uns danach im darüber liegenden Restaurant ‚Doca do Cavacas‘ von den angebotenen Fischspezialitäten überraschen zu lassen. Diese Adresse sei international bekannt für deren Superioren Service und Qualität.Besondere Bewunderung löse immer der wunderschöne Anblick des Sonnenuntergangs über dem Meer aus, welcher aus dem Lokal ungetrübt miterlebt werden könne.Das, nach einem feinen Essen und dem wohlgewählten Glas südlichen Rebensaftes, sollte uns vollends entschädigen für die Schreckensmomente tagsüber und später für einen guten Schlaf sorgen.„Bist du soweit, Biene, frage ich nach und bin erstaunt ein „Noch nicht,- fünf Minuten“ zu hören. Ist sie doch sonst immer diejenige, welche schon vor der Türe steht, bevor ich richtig angefangen habe. „Kommst du bitte, ich habe meinen Reißverschluss verhakt, ich kann den Stoff nicht herausbringen und die Schadstelle ist mitten am Rücken!“Immer dasselbe: Wenn man einmal ein Kleid anzieht um den Abend schön zu gestalten passiert so was Dummes. Hoffentlich hat das verflixte Ding den feinen Stoff nicht zu Schaden gebracht. Habe ich mir doch speziell für diese Ferien ein feines azurblaues Tüll Teil zugelegt um der Atmosphäre Rechnung zu tragen. Für so einzelne Tage/Abende während unseren Ferien möchten wir dann auch einen Beitrag zur Schönheit des Lebens leisten. Mit der Schönheit der Blumen, wie sie hier angepriesen werden können wir vielleicht nicht gerade mithalten, jedoch darf die Schönheit aus unseren Herzen über unser Erscheinen Ausdruck geben.Wow,- Dan, entfährt Biene der Anblick meines Kleides;- „Wo hast du denn dieses Wunderstück aufgetrieben?“Ich bekomme leicht verschämt etwas ‚Hühnerhaut‘ über den Rücken zu verspüren und erröte fühlbar über das Kompliment. Wenn das ein Mann sagte, würden wohl die Knie fast in’s Flattern geraten!„Eine Butike in Bern hatte meine Aufmerksamkeit erregt als wir das letzte Mal dort waren und so musste ich später nochmals hin.“Bei uns sind bald nur noch so Modeketten aktuell und diese konkurrenzieren sich gegenseitig nur noch im Preis. Ausgefallenes kannst du nur noch in Einzelgeschäften finden, welche sich über Ausgefallenes oder Einzelstücke profilieren.„OK,- gut gegangen, der Verschluss ist gerichtet und deine Erscheinung gerettet. Eigentlich sollte ich den Schaden komplettieren, damit du mir nicht die ‚Schau stehlen‘ kannst, aber du weißt ich bin nicht schadenfreudig genug sowas zu tun!“„Trotzdem bin ich fast etwas neidisch auf dich, ich hoffe, du nutzt dies nicht aus!“„Ich freue mich dir zu gefallen, du bist meine ehrlichste Freundin: So fast mein Spiegel welcher mich nie belügen kann!“ „Das ist ein Kompliment ersten Ranges an dich“„Also lass uns gehen, mir fällt der Magen mit seinem ‚Geknurre‘ auf die Nerven. Ich muss unbedingt etwas dagegen tun.“Wir verlassen unser Hotel und begeben uns in Richtung der Ponta Cruz im Stadtteil SAO MARTINHO. Es ist noch zu früh am Nachmittag um direkt zum Restaurant zu gehen, deshalb machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Jardim Panoramica.Wie im Stadtführer vermerkt ist der Eintritt, wie übrigens in vielen Parks, frei und die Pflanzen sind jeweils botanisch gekennzeichnet.Auf sorgfältig gepflegten Wegen sind die Anlagen begehbar und die Pracht der Vegetation ist unbeschreiblich.Inmitten dieser Natur bewegen wir beide uns, mit unseren bunten und naturfarbenen Kleidern, wie zwei von den Sonnenstrahlen erweckte Falter, welche wippend mit ihren filigranen Flügeln den nächsten und verlockenden Fleck des Parks anstreben. So leicht wie diese fühlen wir uns in dieser Umgebung auch und die Gefahr, den Gedanken freien Lauf zu lassen, lässt uns beinahe die Zeit vergessen. Wie dem zu entgegnen, springt unversehens eine scheue Katze grazil über den Weg und verschwindet in einem der Lorbeerbüsche gegenüber.Da es gegen 17.30 Uhr geht lenken wir unsere Schritte in Richtung der besagten Naturschwimmbecken und sind, dort angekommen, toll überrascht, von den Pools. Diese sind effektiv von der Natur durch das Wasser in die Felsen ausgewaschen worden und bilden eigentliche Becken, welche wie durch Strudel, jedoch vom offenen Meer indirekt abgegrenzt, aufgefrischt werden. Ein Anblick welcher jeden menschlichen Könnens den Rang abläuft.Nach diesen anregenden Eindrücken begeben wir uns zum darüber gelegenen Restaurant.Die Anpreisung ist keinesfalls übertrieben: Das Lokal ist den Spezialitäten entsprechend, stielgerecht, aber subtil eingerichtet und lässt einem bereits alle Gaumenfreuden vorstellen. Fischgerichte sind auf dieser Insel natürlich ein Muss und entsprechend sind wir gespannt auf die Menu-Ankündigungen.Durch die Rezeption im Hotel haben wir uns einen schönen Platz reservieren lassen und sind voller Erwartung auf den Ausblick über das Meer, wo vielleicht die Schwesterinsel Porto Santo erblickbar sein könnte. Laut Karte ist diese in ca. 1.5 Schifffahrstunden entfernt gelegen.Der Kellner bringt uns zu einem, in den Landesfarben, sorgsam gedeckten Tisch an einer großen Fensterfront wo der Blick uneingeschränkt über den weiten Atlantik schweifen kann. Man erhält dadurch beinahe das Gefühl sich selbst auf dem Wasser zu befinden!„Wunderschöner Sonnenuntergang direkt in dieser Richtung“ erklärt er und strahlt, ob er selber die Sonne darstellen würde. Wir nicken freundlich und setzen uns an diesen Aussichtspunkt. Der Tisch ist, perfekt dem zu erlebenden Schauspiel entsprechend, in einer flachen Dreiecksform angelegt, so, dass sich die Gäste gegenseitig im Blick halten können, jedoch nicht den Kopf verdrehen müssen, um miterleben zu können wenn der absinkende Stern hinter dem Horizont verschwindet.Diskret hat sich der Kellner etwas in den Raum zurückgezogen, um uns dem Eindruck dieser endlosen Weite gewahr zu werden. Wir brauchen tatsächlich einige Momente, um mit unseren inneren Dimensionen diesem Panorama gerecht zu werden.„Wir sind erfreut, Sie als unsere Gäste begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen einen erfreulichen und angenehmen Aufenthalt in unserem Hause“, spricht er uns in perfektem Deutsch an und: „Die Geschäftsleitung lässt Ihnen einen herzlichen Willkommensdrink zukommen und wünscht einen eindrucksvollen Abend: Wir haben ein Arrangement mit unserer lieben Sonne, dass sie sich über einem klaren Horizont von Ihnen verabschieden kann.“Mit besonderem Charme fügt er hinzu: „Dieser Tisch ist nur für unsere besonders lieben Gäste reserviert“,- und zwinkert uns verschmitzt zu.Biene und mir wird richtig leicht um’s Herz und wir lächeln uns verständlich zu: ‚Endlich haben uns die richtigen Stunden erreicht und wir sind einfach da, wo alle Welt versinkt im Universum der Vollkommenheit‘.Zum Aperitif bestellen wir uns einen Madeirawein, welchen wir uns von unserem Kellner empfehlen lassen und haben richtig Lust, uns auf einen besonderen Abend eizustellen. „Einen sehr exklusiven Wein aus unseren besten Lagen über den Klippen von Calheta darf ich Ihnen anbieten, er hat die Sonne in seinen Charakter aufgenommen und gibt sich in lieblich feiner Note“„Sehr gut gewählt“,- bedeutet er und erkundigt sich nach weiteren Wünschen: „Darf ich Ihnen ein leichtes Aperogebäck, altes madeirisches Rezept, anbieten?“Gerne, antworte ich und kann nicht umhin, ihn nach seinen guten Deutsch-kenntnissen zu fragen.Leicht verlegen, den Stolz diskret verbergend, antwortet er: „Meine Mutter war Schweizerin und ich durfte als Kind dort die Schule besuchen.“„Das spricht natürlich für Sie“ gebe ich anerkennend zurück und „wir haben das Glück Sie hier anzutreffen.“Mit der Contenance eines bestausgebildeten Servicefachmannes zieht er sich zurück und lässt uns das Angebot genießen.„Ist wirklich vorzüglich“ sage ich zu Biene und nehme ihr die Worte anscheinend aus dem Munde. „Wollte ich gleich sagen: nicht nur der Wein ist gut,- der Kellner ist noch besser!“- meint sie und wir haben endlich wieder etwas zu lachen.“„Dieser Abend soll unseren Ferien als Pate dienen und die kommenden Tage tragen“ spreche ich zu meiner Freundin und möchte uns damit dies zum Motto geben.„Ich bin überzeugt, nach einem solch schönen Einstieg können nur noch weitere tolle Tage kommen,- komm: lass es uns genießen,- wir sind zum heutigen Zeitpunkt nur einmal hier, Dan!“Inzwischen hat sich der Stand der Sonne wesentlich dem Horizont genähert und die Intensität der Helligkeit verändert sich von Minute zu Minute. Das grelle Licht der kräftigen Sonne hoch über dem Horizont, wandelt sich sukzessive über ein helles gelb zu einem samtfarbenen gold bis zum leichten rosé eines lieblichen Weines um danach zum ockerfarbenen Ball einer tiefglühenden Glaskugel zu wechseln, welche von einem Glasbläser aus dem Feuer genommen wird um die gewünschte Form zu erhalten.Ein Ball dem wir alle und alles unser Leben verdanken und ohne diese Kraft wir nur aus totem Material bestünden,- oder eben nicht bestünden!!!„Hat Ihnen der Apero geschmeckt?“Wir nicken anerkennend und fragen nach dem empfehlenswertesten Fischgericht. Es sollte jedoch für unsere Gaumen nicht zu exotisch sein, er kenne ja demnach unsere Geschmacksrichtungen. Allerdings wäre eine heimische Note schon erwünscht.Auch für die Beilagen würden wir gerne die ortsüblichen Produkte bevorzugen.„Da möchte ich Ihnen einen vorzüglichen ‚espada‘,- einen Degenfisch empfehlen. Er gilt neben anderen Fischarten als Säule der Inselküche und wird neben Kartoffeln, auch heimisch mit milho frito, eine mit Kräutern gewürzte- in Würfel geschnittene Maispolenta, und Gemüse serviert.“„Dieses Gericht ist sehr gut anerkannt und gibt keinen Anlass zu Unverträglichkeiten. Es wird von Mitteleuropäern allgemein sehr geschätzt.“Wir entschließen uns, der Empfehlung Folge zu leisten und bestellen uns einen passenden Wein dazu. Wir haben inzwischen so viel Vertrauen in die Kenntnisse unseres Kellners gefasst, dass wir überzeugt sind, auch damit gut bedient zu sein.Noch immer beeindruckt vom tollen Schauspiel des Sonnenuntergangs schwärmen wir von den uns bevorstehenden Möglichkeiten, die Insel für uns zu erobern!Von diesen Gedanken losgerissen bringt unser Service den Hauptgang und unsere Augen werden groß und grösser: Was uns da vorgetragen wird ist eine Symphonie von Farben und Essbarkeiten, so dass es uns schwerfällt, dies zu zerstören. Doch die Gerüche regen den Magen und die Sinne dermaßen an, dass das Zustechen nicht zu verzögern ist. Einfach einmalig, dieser Genuss und welches Gefühl der Wohligkeit!Den Punkt auf das bekannte ‚i‘ bildet der gereichte Tropfen eines Weines, welcher in der herrlichsten Sonne dieser Region gekeltert wurde: Eine Herrlichkeit alleroberster Qualität!„Biene,- meine Liebe,- wo befinden wir uns? Sind wir im siebten Himmel der Gaumenfreuden angelangt oder in einem anderen ‚Film‘ ?,- was sagst du zu diesem Königsessen?“„Ich bin, wie du, begeistert und kann mich einfach nur noch dem himmlischen Genuss hingeben!“„Prosit, Dan: Auf eine wunderschöne Zeit auf Madeira!“„So soll es gelten!“„Schöne Frauen sollte man nie alleine lassen“,- ertönt plötzlich eine Stimme aus dem Hintergrund und als wir uns umwenden steht da unerwartet unser GUIDE vom Mittag.„Wie kommen Sie hierher zu dieser Zeit? entfährt es mir und gleichzeitig sehe ich eine wunderschön gekleidete jüngere Begleiterin an seiner Seite.„Darf ich vorstellen,- meine Frau,- Cecilia.“„Cecilia, darf ich dir meine beiden Touristinnen vom Vormittag vorstellen, von welchen ich dir erzählt habe.“Und zu uns gewendet: „Bitte verzeihen Sie, Sie hatten mir einen so enorm freundlichen Eindruck gemacht als ich Sie in unsere Welt einführen durfte, dass ich dies meiner Liebsten erzählen musste. Nicht alle schätzen unsere Dienste dermaßen offen. Oft werden wir lediglich als bessere ‚Portiers von Madeira‘ bezeichnet und das schmerzt manchmal, aber jeder muss halt seinen Job machen, wenn er überleben will.“„Freut mich; sagt Cecilia,- mein Mann erzählt mir gerne, wenn er gute Erfahrungen gemacht hat. So kann ich seinen Job auch besser verstehen und ihn bei schlechten Tagen unterstützen.“Wir sind von den beiden herzlich angetan und bitten sie, bei uns Platz zu nehmen.Beide sind so ungefähr in unserem Alter und wie es scheint glücklich verheiratet.Sie nehmen an und wir verbringen einen schönen Abend mit vielen Tipps und erhalten auch noch eine Einladung zu ihnen, bei der dann auch sein Zwillingsbruder Sylvestro mit Frau und zwei Kindern zugegen sein werden.Die Einladung ist durch beide so freundlich und ehrlich ausgesprochen worden, dass wir keinen Anlass sahen uns dieser zu verweigern.Wie wir noch erfahren haben sei Sylvestro Chef des Inseldistriktes der portugiesischen Polizei, welcher auch das Fremdenverkehrs-Ressort untersteht und somit Ranghöchster Vertreter des Staates auf Madeira.Mit diesem unerwarteten Abschluss des Abends haben wir nicht gerechnet und verabreden uns auf den kommenden Mittwoch, abends 18 Uhr bei ihnen zuhause.Dieser Abend beschäftigt uns auch weiterhin noch auf dem Weg zum Hotel.„Wirklich ein nettes Paar, “, sagt Biene und ich stimme ihr zu.„Da sind wir kaum 12 Stunden auf der Insel und schon haben wir zwei so angenehme Menschen kennen gelernt. Sie gefallen mir auch gut und ich könnte mir vorstellen, nähere Kontakte zu ihnen aufzubauen. Vielleicht kommen sie einmal in die Schweiz, dann könnten wir sie bei uns begrüßen.“„Na, ja: so schnell fahren wohl auch hier die Züge nicht, aber du hast recht. Man weiß ja nie wen man wo und wann wiedersehen kann. Meist die unwahrscheinlichsten Zufälle. Aber ich könnte mir dies auch vorstellen, ich finde sie auch sympathisch.“„Genau, und man weiß ja nie, wann man in einem fremden Land einmal Ansässige brauchen könnte. Sei es nur um bei einer Panne Hilfe zu erhalten. Die Wege sind hier ja kurz und man ist relativ schnell an fast jedem Ort.“Im Hotel angelangt werden wir durch den Portier freundlich begrüßt und nach eventuellen Wünschen gefragt. --- und: ---------Hinter vorgehaltener Hand verrät er uns noch: Der Guide, welcher uns im Namen der Insel als ‚Pedro de Madeira‘ eine kurze Einführung gegeben habe sei in Wirklichkeit Chef der Fremdenverkehrspolizei ‚Capo Sylvestro Zarco‘ und mache sich manchmal den Spaß, sich unter die Gäste zu mischen, um die Stimmung und deren Wünsche zu hinterfragen. So könne er auch die Arbeit der Tourismusbetriebe übersehen.—„Finde ich gut, aber bitte nichts weitersagen“!Dann wünscht er:„Eine recht gute Nacht und ‚süße‘ Träume“Es überrascht uns bald nicht mehr, wenn hier Deutsch gesprochen wird und so nehmen wir auch diese Freundlichkeit mit einem Lächeln zur Kenntnis.Auf meinem Zimmer nehmen wir noch einen ‚Gute Nacht‘ Drink und lassen diesen Tag noch einmal Revue passieren, beschränken uns dabei aber auf die schönen Dinge!Wir verabreden uns für Morgen auf 07.30 Uhr und Biene geht auf ihr Zimmer.2.4 Der Tag danachDie Sonne lässt einen rosa Schimmer durch die Augenlieder dringen und ich brauche keinen Wecker, um die Augen zu öffnen.Bei einem ausgedehnten Frühstück mit großem Angebot und vielen Köstlichkeiten besprechen wir den heutigen Tag.Wir haben uns vorgenommen, erstmal die Insel von der Sonnenseite zu genießen und uns dem östlichen Teil zuzuwenden, speziell den Sandstrand bei Macchio zu besuchen um so richtig die Sonne genießen zu können. Den feinen weißen Sand durch Zehen und Finger fließen zu lassen und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Im südlicheren Teil Madeiras sei noch Calheta mit einem solchen Sandstrand gesegnet, wobei im Allgemeinen die Strände auf der Insel vorwiegend aus Kieselbetten bestehen.Der Sand bei den erwähnten Gebieten sei, so wird aus verschiedenen Quellen berichtet, aus Marokko importiert. Die Schwesterinsel Porto Santo weise hingegen praktisch nur Strände aus eigenem feinstem weißem Sand auf.Mit einem Taxi lassen wir uns in kurzer Zeit dort hinfahren und erleben schon bald die herrlichste Strandlandschaft. Die Ausdehnung ist groß genug, dass die Sonnenhungrigen einander nicht auf den Füssen herum tanzen müssen und vorbereitete Liegeplätze sind ebenfalls vorhanden.Doch kaum haben wir die Decken ausgebreitet spricht uns ein Strandwächter an:„Do not go into the Sun without creams! It’s high dang……”“Oh,- Swiss-Peopels”,- bricht er gleich ab und meint mit strahlendem Lächeln:„ … ist sehr gefährlich weil Sonne brennen Haut“Wir lachen freundlich und meinen: „OK,- wir kennen diese Sonne und die Gefahren, aber vielen Dank für die Warnung.“Er erkundigt sich noch, ob wir einen Wunsch nach Getränken oder einer fruchtigen Erfrischung haben.Eine kühle Melonenbowle wäre jetzt fein meine ich und er macht sich auf den Weg.Kaum gesagt steht er bereits wieder vor uns, präsentiert das Glas und steckt einen Eiskühler in den Sand. „Bezahlen können Sie beim Verlassen des Parks“; und schmunzelnd: „Ich habe sie in den Augen,- bin auch noch Rettungsmann von Stadt.“So viel Aufmerksamkeit hätten wir nicht erwartet und vor allem das Vertrauen gegenüber den Gästen lässt uns staunen.Bei dieser Betreuung dürfen wir uns ruhigen Gewissens dem ‚Süßen Leben‘ hingeben, ohne Angst haben zu müssen, es würde uns jemand belästigen.Die Temperatur ist um die 27˚C und im Wasser wird gegen 22˚ gemessen.Also nichts wie weg und den Atlantik genießen!Wir spurten zum Wasser und fühlen wie das Kühle unsere Füße und Beine umfängt - so eine Wohltat! Kaum erfasst, ist Biene bereits im tieferen Wasser und ich tauche hinterher. Wir fühlen uns wie die Fische und kurven um uns herum als ob wir wieder im Schulbecken wären.Einfach herrlich, sich wieder einmal so richtig frei von allen Drängen zu fühlen. Nur Wasser kann dieses Gefühl vermitteln: So leicht, wie beflügelt sich zu bewegen und gleich einer Robbe die Wellen zu durchpflügen! Eine elementare Transmission fast zu sagen, nur dass uns die Wendigkeit einer solchen fehlt.Aber das lässt uns dennoch fast die Zeit vergessen. So verspielt haben wir uns relativ weit vom Strand wegtreiben lassen und stellen plötzlich fest, dass die Sonnenschirme und die Bauten am Ufer inzwischen ziemlich klein geworden sind!Ich sehe mich um und mit Schrecken erkenne ich, dass ich Biene nicht sehe!Wo ist sie geblieben?Ich beginne nach ihr zu rufen und versuche durch hochspringen einen weiteren Bereich um mich zu überblicken, doch ich kann sie nicht sehen!Panik!!!Nein,- rede ich mir zu. Panik ist nicht angesagt. Dies ist nicht der Weg zum Zurück!Nachdem ich mich mehrmals vergewissert habe, dass Biene nicht in meinem Bereich zu sehen ist und das Wasser doch relativ ruhig ist, muss ich davon ausgehen, dass sie eher weiter zurück geblieben ist und vielleicht dort nach mir Ausschau hält.Ich beginne mich zu ärgern und verstehe nicht wie dies geschehen konnte, wir hatten doch stetig Kontakt zueinander. Ausgenommen als ich eine Welle unterschwamm, um mir einen Spaß zu machen und mich etwas weiter von ihr entfernte.Aber so schnell kann man doch nicht mitten ins Meer hinaus treiben!Oder vielleicht doch?Jedenfalls sehe ich ja den Strand noch und Biene kann nicht weiter draußen sein als ich.Also nichts wie weg von dieser Weite da hinter mir und voll Crawl nur noch auf das Land zu!Während ich schwimme versuche ich laufend die Umgebung nach Biene abzusuchen und glaube stets gegen mehr Widerstand schwimmen zu müssen.Ich bin froh zu wissen, dass Biene eine ausgezeichnete Schwimmerin ist und allfällige Risiken genau einzuschätzen weiß. So bin ich sicher, dass sie die richtigen Schlüsse zieht, sollte sie feststellen, dass ich abgetrieben werden könnte.Zum Teufel - ist denn dieses verdammte Meer so heimtückisch! Hat es doch so friedlich dagelegen!Meine Gedanken sind messerscharf und ich kann beruhigend feststellen, dass die Felsen im Osten der Insel noch sehr weit rechts liegen und ich langsam doch etwas näher gegen die Küste hinkomme. Gleichzeitig aber, fühle ich eine geringe Zunahme einer Strömung welche sich um dieses Eiland herum zu drehen scheint.Trotzt bedrohender Angst lasse ich eine solche nicht zu und ich weiß, dass alles in Bewegung gesetzt würde, um nach mir Ausschau zu halten und ich fühle in meinem Innersten, dass Biene in Sicherheit ist.Der Rettungsmann an unserem Strand ist sicher bereits informiert und diese Leute der Rettungsorganisation kennen ja ihre Insel und das Meer in jeder Situation. Demnach wissen sie genau wie sie vorzugehen haben und in welchen Bereichen sie mich finden können!Ich habe keine Ahnung wie weit die Zeit fortgeschritten ist, sehe aber auf Grund des Sonnenstandes, dass es noch früher Nachmittag sein muss.Wir waren ja auch bereits gegen 12 Uhr am Strand und so viel Zeit kann seither nicht vergangen sein.Nicht nachlassen und meinen Stiel schwimmen, sage ich mir und weiß auch, dass ich diesen über längere Zeit durchhalten kann, ohne zu ermüden, und die Wassertemperatur hilft mir dabei, nicht auszukühlen.Nun erinnere ich mich auch wieder an eine Schwimminstruktion, welche ich an einem Flusswettkampf im Vortraining erhalten hatte, wo der Instruktor geraten hatte: in einem Fluss oder einer Strömung immer den geringsten Weg zum Ufer zu suchen und dieser sei immer mit dem Wasser, in einem kleinen Winkel, zum Land zu schwimmen. Dadurch würde zwar der Weg zum Ufer etwas weiter, die Kraft, um dieses zu erreichen, jedoch um ein Vielfaches länger ausreichen, als wenn man stets versuchte, dieses direkt zu erreichen.Interessant, wie solche, beiläufigen Informationen, zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder aufbrechen können und so Sinn bekommen.So gehe ich dazu über einen etwas östlich gelegenen ‚Anlegepunkt‘ bei der Insel anzupeilen und halte meinen Schwimmstiel in dem Tempo bei, bei dem ich mich nicht überbeansprucht fühle.Tatsächlich kann oder muss ich feststellen, dass unser Startort ziemlich weit nach links abgewandert ist, ich aber andererseits vor mir zu meiner Rechten eine Landzunge mit einer größeren Bebauung erkenne, welche ich in meinem Schwimmtempo sicher zu erreichen in der Lage sein sollte!Keine Ahnung wie dieser Ort heißen sollte, doch für mich bedeutet er einfach Land!Es mögen vielleicht noch drei- bis vierhundert Meter sein, eventuell etwas mehr, aber die Nähe gibt mir neue Kräfte und es fühlt sich, als ob mich etwas von hinten anschieben würde. In Wahrheit müsste es jedoch darauf zurückzuführen sein, dass die Strömung gegen die Bucht und nicht mehr aus dieser heraustreibt. So muss ich demnach bestrebt sein, diese Hilfe auszunützen und gegen den Hafen zu halten.Das scheint mir in der Tat zu gelingen und unversehens treibt es mich wie auf einer Wolke, gleich einem Blatt, erkennbar auf einen grünen Landbereich zu, wo ich ohne noch eine richtige Erinnerung an das Erlebte zu haben, auf einer etwas kiesigen Strandbank abgesetzt werde!Mit unkontrollierbaren letzten Kräften krieche ich zum Gras und………….2.5 Wieder auf der WeltDa liege ich - als ich die Augen aufschlage in einem grünen Feld. Nichts als Grün - Grün und wilde Blumen, als ob ich im Himmel wäre. Aber gibt es dort solche Wiesen wie auf der Erde?Was tue ich hier?Wie komme ich hierher?Was soll ich hier?Eine plötzliche Unruhe beginnt mich zu erfassen und Angst, ich müsste um mein Leben rennen - aber meine Beine bewegen sich nicht - meine Arme gehorchen meinem Willen nicht - oder ist es mein Wille, welcher mir seine Dienste versagt?Ich bin nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen. Das einzige was, ich fühle, ist Kühle. Es ist nicht Kälte, aber es fühlt sich so an, als ob ich auf einem Strohbett liegen würde und gerade mit kühlem Wasser übergossen worden wäre.Dabei sind wir doch eben noch am schön warmen Strand gelegen und ……… aber da stimmt doch irgendwas nicht!Das Sandbett fühlt sich so ‚halmig‘ an.- Die Umgebung ist nicht sandbraun und :Wooooo ist Biene?Wo ist hier überhaupt jemand?Ein Schnauben! Ein Stampfen!! Ein Schütteln!Hinter mir. Ich lege meinen Kopf in der Nacken: und -- AAAUUUGGEEN und HÖRNER starren mich an, als ob ich ein Gespenst aus tiefstem Sümpfen versunken!Jetzt sind meine Sinne komplett in den tiefsten Sümpfen versunken!Ich bin noch immer wie gelähmt und kann meine Glieder nicht bewegen. Wie paralysiert erkenne ich meine Situation: ausgeliefert jedem Einfluss und total unfähig mich auszudrücken. Ich realisiere zwar inzwischen, dass es sich um eine Art Kuh handeln müsse welche, mich so verwundert angestarrt hat und die sich inzwischen neben mich gelegt hat, als ob sie mir Wärme spenden müsste. Aber wenn ich versuche einen Fluch auszustoßen, gelingt dies mir nicht.So sei es, ergebe ich mich und verfalle in eine Lethargie!ALLO!!!! -- ALLO!!!! …… ertönt es plötzlich an meinen Ohren und ich werde an der Schulter gerüttelt.‚Amrodos modaldres‘, oder ähnlich, einfach unverständlich tönt es weiter und ein Wesen mit langem Bart und einem zerknitterten Hut, einer abgeschabten Weste, Fransenhose und mit erdigen Schuhen bückt sich neben mich nieder und spricht laufend auf mich ein.Ich bin nur in der Lage leicht mit einer Achsel zu zucken und anscheinend lässt er mich dann hier liegen.Es beginnt nun Verzweiflung in mir hochzukommen und langsam kehren auch wieder einige Bruchstücke meiner Vergangenheit in meinem Gedächtnis auf.So fällt mir ein, dass ich mit Biene - wer ist Biene? - von zuhause weggegangen bin und wir …. aber dann hört es auch schon wieder auf. - Einfach nichts mehr!Wer bin ich denn? - Wo komme ich her?Worte kommen auf mich zu, aber ich kann sie nicht verstehen. Warum sprechen alle plötzlich so eine Sprache, die ich nicht verstehen kann?Son turistico? – Spoken English, French, Russian, Italian, Deutsch….Hallo - Deutsch entwischt es urplötzlich meinem Munde und ich sehe im Gesicht über mir ein freudiges Lächeln!Gut, wir werden sofort Hilfe bringen!Habe keine Angst, Auto sein unterwegs.Ich werde in Decken gepackt und lieblich umsorgt und nach einiger Zeit höre ich von Weitem ein Rettungsfahrzeug mit Horn kommen und bin für den Moment beruhigt, denn Aufklärung naht hoffentlich!

30.4.16 08:28

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